Psychologische Beratung
Die psychologische Beratung orientiert sich an aktuellen Symptomen und Beschwerden und ist ziel- und ressourcenorientiert. Im Vergleich zur Behandlung bzw. Therapie ist sie eine kurzfristige Unterstützung wobei im „Hier und Jetzt“ gearbeitet wird. Die Gründe psychologische Beratung in Anspruch zu nehmen können dabei vielfältig sein, wie persönliche, berufliche oder soziale Konflikte. Beispiele wären aktuelle Krisen, Probleme in der Entscheidungsfindung, Stress oder auch die Erarbeitung präventiver Ansätze, um der Entstehung einer psychischen Krankheit entgegenzuwirken.
Klinisch-psychologische Behandlung / psychologische Therapie
für Personen ab 18 Jahren
Die psychologische Therapie sieht dabei psychische Störungen als beeinträchtigende Funktion des Menschen, welche mit einem bestehenden Leidensdruck einhergeht. Belastende und festgefahrene Verhaltens- und Erlebensmuster, welche in der Vergangenheit ihre Wurzeln haben, sollen im therapeutischen Prozess erkannt und modifiziert werden. Dabei wird auf klinisch-psychologische Interventionen zurückgegriffen. Darunter versteht man alle Formen professioneller psychologischer Hilfestellungen, deren Wirkung wissenschaftlich fundiert sind. Eine positive Veränderung psychischer Belastungen wird dabei angestrebt. Je nach Zeitpunkt, in dem die psychologische Intervention eingesetzt wird, liegt der Fokus auf präventiven, therapeutischen oder rehabilitativen Methoden. Die Dauer einer Behandlung ist dabei sehr individuell und kann von weniger Wochen bis mehrere Monate in Anspruch nehmen.
Als grobe Gliederung wird in der psychologischen Therapie nach dem Erstgespräch, eine oder mehrere Diagnosen psychischer Störungen gestellt und es werden gemeinsame Zielsetzungen festgelegt. Nach der Behandlungsplanung werden therapeutische Interventionen bzw. Methoden angewandt, der Abschluss beinhaltet die Evaluation des Prozesses.
Bei folgenden Problemen biete ich gerne Unterstützung an:
- Stress, Überlastung und Burnout
- Nervosität, Ängste oder Anspannung
- Bipolarität, Depression, sozialer Rückzug, Antriebslosigkeit
- Belastungsreaktionen und Trauma
- Neurodiversität (ADHS und Autismus)
- Sucht und Substanzmissbrauch (inkl. Verhaltenssüchte)
- Trauerreaktionen und Verlust
- Persönlichkeitsproblematik (z.B. Borderline oder Narzissmus)
- Beginnende kognitive Einbußen (z.B. Demenz)
- Beratung für Angehörige (z.B. bei Suchtproblematik innerhalb der Familie)
Mögliche Ziele können dabei sein:
- Neue Perspektiven einnehmen und andere Blickwinkel verstehen
- Eigene Ressourcen entdecken, stärken und fördern
- Belastende Emotionen genauer beleuchten
- Eigene Stabilität und Wohlbefinden erhöhen
- Vergangenes besser verstehen und verarbeiten
- Achtsamer mit sich selbst und seiner Umwelt umgehen
- Entspannter in neue Situationen gehen
- Wieder Tatendrang und Freude erleben
- Verbesserung der sozialen Kompetenzen
- Mehr Klarheit in Beziehungsdynamiken bringen
- Förderung des Selbstwertes und der Selbstwirksamkeit
- etc.
Klinisch-psychologische Diagnostik
für Personen ab 18 Jahren
Die klinisch-psychologische Diagnostik dient der Feststellung, ob eine oder mehrere psychische Störungen vorliegen. Es wird dabei ermittelt, ob ein vorhandenes Symptommuster mit den Diagnosekriterien für eine psychische Störung übereinstimmt. Dabei wird auf die Internationale Klassifikation der Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zurückgegriffen (ICD 10 bzw. ICD 11). Als Quellen zur Beantwortung der Fragestellungen werden auf ein ausführliches Explorations- und Anamnesegespräch, auf standardisierte und wissenschaftlich fundierte Testverfahren (wie Fragebögen und Leistungstests) sowie auf die Verhaltensbeobachtung zurückgegriffen. Wird eine Diagnose festgestellt, können entsprechende Therapieempfehlungen abgeleitet werden. Nach der diagnostischen Abklärung wird ein klinisch-psychologischer Befund ausgehändigt.
Häufige Fragestellungen innerhalb der klinisch-psychologischen Diagnostik sind Neurodivergenz (ADHS, Autismus-Spektrum), Persönlichkeitsstörungen, Ängste (z.B. Sozialphobie, Generalisierte Angst), Zwänge, Traumafolgestörungen, Affektive Störungen (z.B. Depression, Bipolarität), kognitive Leistungseinbußen (z.B. Demenz) oder Abhängigkeit (Stoffgebundene- oder Verhaltenssüchte).
Angebote für PsychologInnen in der klinischen Fachausbildung
- Supervision und Selbsterfahrung im Einzelsetting
- Eignungsgutachten
PsychologInnen, die die Ausbildung im Bereich der Klinischen Psychologie machen, sind verpflichtet ein Eignungsgutachten einzuholen. Dabei wird auf ein ausführliches Explorations- und Anamnesegespräch, auf standardisierte und wissenschaftlich fundierte Testverfahren sowie auf die Verhaltensbeobachtung zurückgegriffen. Das Gutachten wird nach Erstellung der/dem Ausbildungskandidat/in im Zuge eines kurzen Rückmeldegesprächs ausgehändigt.